Das Projekt Lebenswege ist das bis dato umfangreichste künstlerische Werk von maeklare. Es basiert auf weltweit tausenden geführter Interviews mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und soll deren Lebenswege miteinander vergleichen.

Aller Anfang ist beschwerlich

Die Grundidee zu diesem Projekt ist mir bereits während meines Studiums der Malerei gekommen. Ich hatte von meinem Professor die Aufgabe bekommen ein abstraktes Bild zum Thema Romantik anzufertigen. Wie lange ich auch daran gearbeitet hatte, immer fand ich eine neue Nuance mit der ich nicht zufrieden war. Nach mehreren Fehlschlägen ging ich deshalb recht entmutigt zu meinem Professor und schildert ihm mein Dilemma. Daraufhin meinte er lapidar, dass ich zunächst einmal tief in mich hineinblicken sollte um zu erkennen, wer ich eigentlich selbst bin und was mich ausmacht. So ging ich wieder nach Hause und befolgte seinen Rat. Und siehe da! Nach dieser Erkenntnis konnte ich viel befreiter malen und war mit dem Resultat meines Schaffens auch noch sehr zufrieden. Dadurch habe ich erkannt wie wichtig es ist sich gründlich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Fortan spann ich immer mehr die Idee, ein Projekt aus dem Thema Selbstreflexion zu erarbeiten.

Die ersten Interviews

Für mein Projekt benötigte ich dringend viele Interviewpartner um deren Lebenswege notieren zu können um sie später in ein Bild einfließen zu lassen. Die ersten Gesprächspartner rekrutierte ich hier aus dem familiären Umfeld und meinen Studienkollegen. Alle waren von meiner Projektidee sehr angetan und gaben bereitwillig Auskunft über ihre persönlichsten Gedanken. Damit ich die abstrakten Vorgänge in der persönlichen Kommunikation besser nachvollziehen konnte arbeitete ich bald schon mit anderen Aufnahmemethoden wie der Videoaufzeichnung von Interviews. So konnte ich diese daheim immer wieder abspielen und mir neue Gedanken daraus erarbeiten.

Auf die Leinwand übertragen

Nach den ersten einhundert geführten Unterhaltungen habe ich mich zum ersten Bild der Serie entschlossen. Ich verwendete dünne Pinsel und malte sehr behutsam. Dies sollte mein Gespür für die Nähe zu den involvierten Personen zum Ausdruck bringen. Der Turnus von einem Bild pro einhundert Gesprächspartner sollte über die Jahre beibehalten werden. Mittlerweile hat die Serie schon einundzwanzig Bilder. Viele davon sind in Galerien ausgestellt und erfreuen das dort anwesende Fachpublikum. Da dieser Zyklus für mich noch längst nicht abgeschlossen ist suche ich ständig nach neuen spannenden Personen, deren Lebenswege ich auf einem meiner Bilder nachzeichnen und für die Nachwelt festhalten kann. Gerne können Interessierte jederzeit auf mich zukommen und mich diesbezüglich ansprechen. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit.